| Epithesen
Was
ist eine Epithese
Angeborene Fehlbildungen und auch Tumoroperationen oder
Unfälle können Ursachen für den Verlust
von Teilen des Gesichtes sein. Die Plastische Chirurgie
leistet Erstaunliches bei der Wiederherstellung von
Gesichts- oder anderen Körperpartien.
Wo die plastische Chirurgie an ihre Grenzen stößt,
kann Patienten durch Defektprothesen, sogenannten Epithesen,
geholfen werden. Solche Gesichtsprothesen aus Silikon
oder Kunststoff werden von Spezialisten genau an das
Gesicht angepasst und sind oft fast nicht mehr als künstliche
Körperteile zu erkennen.
Ob Auge, Ohr, Nase oder größere Defekte,
mit Hilfe der Epithesen kann zumindest die Optik des
Gesichtes wieder hergestellt werden.
Wie werden Epithesen befestigt
Die Gesichtsprothesen werden abhängig von der Größe
und Gestaltung durch Kleber, Brillen, Stege oder Magnete
am Kopf befestigt. Bei geklebten Epithesen muss der
Kleber jeden Tag erneut aufgetragen werden. Bei dauerhaftem
Kleberkontakt kann jedoch die Haut auch gereizt reagieren.
Brillen als Befestigungsmittel haben den Nachteil, dass
beim Abnehmen der Brille der Defekt sichtbar wird, was
im täglichen Leben durchaus einschränkend
wirken kann. Die sehr gebräuchlichen Stege und
auch Druckknopfsysteme bewirken einen guten Halt der
Epithese, können aber zu Spannungen auf die Implantate
führen und sind oft aufwändiger zu reinigen.
Stege müssen individuell für den Patienten
angefertigt werden. Magnete positionieren die Epithese
von selbst an der richtigen Stelle. Sollte durch Körperkontakt
oder Auf- oder Absetzen z.B. eines Hutes sich die Defektprothese
verschieben, bringen Magnete sie wieder zurück
in die richtige Position.
Magnetisch befestigte Epithesen
Die Titanmagnetics der Firma Steco gibt es speziell
für die Epithetik in verschieden Formen und Größen.
Fast alle knöchern verankerten Epithesen können
damit befestigt werden. Auch an schwer zugänglichen
Stellen, wie z.B. der Augenhöhle können Magnete
benutzt werden.
Zur Befestigung werden sehr kleine zylindrische Implantate
oder auch Gitterstrukturen aus Titan unter der Haut
im bzw. am Schädelknochen befestigt. In diese Implantate
werden die Magnete eingeschraubt, die dann durch die
Haut ragen. In der Epithese werden die passenden Gegenmagnete
befestigt. Für die betroffenen Patienten sind Epithesen,
die durch Magnete gehalten werden, sehr leicht anzulegen
und auch leicht zur Reinigung abzunehmen. Die Magnete
positionieren sich von selbst. Durch das verwendete
Titan, das auf Hochglanz poliert ist, neigt das Gewebe
rund um den durch die Haut tretenden Magneten weniger
zu Reizungen.
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