| Indikation
(Dental Prothetik)
Titanmagnetics sind für die Versorgung zahnloser
Patienten mit Hybridprothesen im Ober-
und Unterkiefer geeignet. Als Verankerungsbasis können
Implantate und Wurzelstiftkappen
genutzt werden. Vorteil der Titanmagnetics ist neben
der hervorragenden Hygiene die leichte
Handhabung für die Patienten.
Sie sind besonders für Patienten mit motorischen
Einschränkungen (z.B. Rheuma, Schlaganfall) geeignet.
Für den Behandler stellt die Möglichkeit der
schnellen Versorgung direkt am Behandlungsstuhl
eine sehr wirtschaftliche Lösung dar.
Die Versorgung mit nur zwei Magneten
auf Implantaten im Unterkiefer interforaminal stellt
eine preisgünstige Einstiegsindikation dar. Den
Richtlinien der wissenschaftlichen Gesellschaften und
Berufsverbänden folgend empfehlen wir für
die Versorgung von herausnehmbarem Zahnersatz mindestens
vier Implantate. Sphärische und konische Titanmagnetics
können bei mindestens vier Implantaten in einem
Kiefer miteinander kombiniert werden. Üblich ist
dabei das Einbringen der konischen Magnetattachments
auf den mesialen Implantaten und der sphärischen
Magnetattachments auf den distalen Pfosten.
Die sphärischen Titanmagnetics (X-Line; Z-Line)
übertragen praktisch keine unphysiologischen
Kräfte auf das Implantat (Belastungsvergleiche
von Wirz und Jäger). Sie haben die günstigsten
Werte aller typischen Attachments (Kugelkopf, Steg,
Teleskop). Das qualifiziert die sphärischen Titanmagnetics
für den Einsatz auf sehr kurzen Implantaten
(6 mm). Damit können auch Patienten versorgt werden,
die ansonsten aufgrund der knöchernen Voraussetzungen
nur mit größeren chirurgischen Maßnahmen
implantierfähig wären. Bei geringem Restzahnbestand
können sphärische Titanmagnetics mit natürlichen
Zähnen im Brückenverbund z.B. über Rillen-Schulter-Geschiebe
gekoppelt werden. Die physiologische Eigenbeweglichkeit
der natürlichen Zähne wird durch die Magnetattachments
nicht behindert.
Das konische Magnetattachment (K-Line) hat einen Konuswinkel
von 10° und wirkt nicht metallfriktiv. Vielmehr
befindet sich zwischen Innen- und Außenkonus eine
leichte Spielpassung, die weitgehend unphysiologische
Kräfte ableitet. Die Implantate sollten in ihrer
Achse um nicht mehr als 15° abweichen und mindestens
12 mm lang sein. Der Konusmagnet wird insbesondere bei
extrem atrophierten Kiefern eingesetzt. Hier verhindert
er ungewollte laterale Verschiebungen der Prothese.
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